Kennst du das? Morgens um halb sieben fängt der Nachbar an, sein neues Ikea-Regal aufzubauen. Lautstark. Dabei hast du die ganze Nacht für die kommende Klausur gelernt und willst eigentlich nur noch schlafen. Freitags um punkt zehn Uhr abends hämmert er gegen die Wand, um dich darauf aufmerksam zu machen, dass deine Musik zu laut ist? Ein Umzug neben dem Studium ist an sich schon eine schwierige Entscheidung. Jetzt bist du nur für diese eine Wohnung umgezogen und musst Dich regelmäßig auf Streitgespräche mit dem Nachbarn einlassen? Jetzt nicht die Haltung verlieren, denn für eine gute Nachbarschaft ist es nie zu spät.

Ruhe bewahren

Wer Schwierigkeiten mit den Nachbarn hat, sei es wegen Lärm oder Müll, sollte am besten das Gespräch suchen. Das kann zwischen Tür und Angel stattfinden oder auch am Briefkasten. Eine Unterhaltung hat immer den Vorteil, dass du im Idealfall verstehst, warum der Nachbar gleich zum härtesten Mittel greift und bei Lärm die Polizei ruft. Vielleicht hat er Schichtdienst oder andere gute Gründe. Natürlich kann es sein, dass der Nachbar nicht kompromissbereit ist. Dann bleibt dir nur, dich an die Mietordnung zu halten, die die Ruhezeiten festlegt. Im Normalfall liegen diese von zehn Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Das gilt zudem nicht nur für Mieter, sondern auch für Hausbesitzer. Die Mietordnung beschränkt dich aber nicht nur, sondern kann dir auch helfen. Wenn dich der zwischengelagerte Müll deines Nachbarn im Flur stört, kannst du dich auf die Feuerschutzbestimmungen berufen. Besser ist aber auch hier ein klärendes Gespräch zu suchen.

Gegenseitige Rücksichtnahme

Eine gute Nachbarschaft lässt sich am besten gleich mit dem Einzug in eine neue Wohnung aufbauen. Das ist natürlich abhängig von der Größe des Gebäudes, wer in einem Hochhaus wohnt, kann, muss und will gar nicht alle Nachbarn kennen. Die direkten Nachbarn zu kennen, bietet aber einige Vorteile. Bei Pflanzen- oder Tierfreunden kann man sich zur Reisezeit gegenseitig aushelfen. Bei Partys und großen Feiern bist du informiert und kannst im Falle einer Klausurphase zu Freunden, Eltern oder auf andere Orte zum Lernen ausweichen. Gerade die Klausurphase kann schnell stressig werden und Ruhe ist für viele eine wichtige Voraussetzung zum Lernen. Wir haben noch weitere Tipps zusammengestellt, um die Klausurphase gut zu überstehen. Deinen Nachbarn Bescheid zu sagen, wenn du eine größere Feier planst, sollte eine Selbstverständlichkeit sein, so dass diese auf möglichen Lärm auch nach zehn Uhr vorbereitet sind.