Interview: Studentin Jenny verrät, warum Sie nie wieder ohne Lektorat will!

Hausarbeiten können vor allem gegen Ende belastend werden. Nachdem die scheinbaren Hürden bestanden sind und die Hausarbeit beendet wurde, bleibt schließlich die unliebsame Korrektur. Wie wichtig die für die Note ist verrät uns die Kunstwissenschaftlern Jenny.

Interview: Studentin Jenny verrät, warum Sie nie wieder ohne Lektorat will!
© puhhha
Erstellt von LAS-Redaktion vor 2 Jahren
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Erfahrungsgemäß werden wissenschaftliche Hausarbeiten für die Uni gegen Ende der Fertigstellung immer etwas stiefmütterlich behandelt. Meistens liegt es am Zeitdruck, häufig ist man auch von seinem Thema übersättigt. Deshalb wird einer der wichtigsten Arbeitsschritte – der Feinschliff – meist eilfertig abgearbeitet. Kurz vor der Abgabe liest der Kommilitone dann schnell Korrektur, man überfliegt den Text mit den jeweils angebotenen Rechtschreibprogrammen und wenn noch etwas Zeit bleibt wird ausgedruckt und laut durchgelesen. Nach Abgabe kommt der Text mittelmäßig bewertet zurück und man kann sich dem Eindruck nicht erwehren, dass man mehr Aufwand in den Text hätte stecken sollen. Dabei hat man sich so viel Mühe bei der Recherche gegeben. Die Ableitungen schienen originell, das Fazit durchdacht und einleuchtend. Der Text wollte nicht so richtig überzeugen, obwohl die Ansätze da waren.

Bei der Kunstwissenschaftlerin Jenny war die Abgabe der Hausarbeit immer mit viel Stress verbunden. Ihre Texte wollte nicht so richtig überzeugen.

Hast du das oft erlebt?
Ja häufig. Ich hatte immer das Gefühl die ganze inhaltliche Arbeit war umsonst. Meine Ideen griffen nicht richtig. Der Text kommunizierte nicht so wie ich es mir vorstellte.

Hat das auch die Kommunikation mit den Professoren und Dozenten gebremst?
Auf jeden Fall! Bei einem mittelmäßigen Text kommt es kaum zu interessierten Nachfragen, ganz zu schweigen von einer angeregten Diskussion über den Inhalt.

Ist das frustrierend?
Tatsächlich fühlt sich die Arbeit ein wenig umsonst an. Als wäre man ganz alleine mit seinem Ergebnis. Die Note tut dann ihr übriges.

Glaubst du es lag an deiner Leistung?
Ich kam nicht von der Idee ab, dass es an meiner Kommunikation liegt und nicht an dem Inhalt. Es schien mehr so, als würde ich meinen Stoff nicht richtig präsentieren, meine Gedanken nicht klar genug strukturieren oder eindeutig kommunizieren. Die Rechtschreibfehler halfen da auch nicht viel.

Was war deine Lösung?
Ich hatte zuerst sehr viel Zeit darin investiert an meinen Hausarbeiten zu schleifen. Satzbau, Rechtschreibung, Struktur. Ich war da nicht sonderlich zielgerichtet und erkannte ziemlich schnell, dass es sehr zeitaufwendig war. Vor allem bei Arbeiten größerem Umfangs war das ganz schön ermüdend. Irgendwann konnte ich meine eigene Arbeit nicht mehr sehen und wurde lieblos.

Gab es Lohn für deine Mühe?
Leider kaum. Die Notenleistung hat sich, trotz des Zeitaufwandes, auch nicht sonderlich verbessert. Das machte die ganze Angelegenheit natürlich doppelt frustrierend.

Das hört sich ziemlich anstrengend an.
Das war es auch! Ich hatte dann angefangen einen Bekannten, der als Deutschlehrer tätig ist, nach Korrektur zu fragen, aber der hatte kaum Zeit und war eher auf Rechtschreibfehler und meine gröbsten stilistischen Fehler aus. Also musste Google her. Nach ziemlich kurzer Zeit fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es gibt ja das Lektorat!

Ist das nicht eher was für Verlage?
Nein. Lustigerweise dachte ich das auch. Da sie eher selten publiziert wird, misst man ja seiner eigenen Arbeit nicht so viel Bedeutung zu. Was sich dann aber, wie bei mir, gegen Ende rächt. Ich hatte auch eine ganz andere Preisvorstellung! Als ich mich dann ein wenig mehr informiert hatte, schien das alles ziemlich einfach und nachvollziehbar.

Also schickte ich meine Hausarbeit ab. Einen Versuch war es allemal wert.

Wie war deine Erfahrung?
Zuerst war ich sehr verwundert darüber wie schnell das ging. Es war eine relativ lange Hausarbeit an der ich selbst wesentlich länger geschliffen hätte. Aber besonders war ich über den Inhalt erfreut! Vor allem strukturell und stilistisch war es so als hätte ich die beste Möglichkeit meinen Stoff zu präsentieren vor mir. Auf das Meiste, das korrigiert wurde, wäre ich gar nicht gekommen!

Neben vermeidbaren Rechtschreibfehlern, wurden auch meine Formulierungen überprüft. Mein Aufbau wurde logisch angeordnet. Sogar Autoren und Quellenangaben wurden korrigiert. Nett fand ich auch die allgemeinen Randnotizen. Da habe ich die eine oder andere Regel lernen können.

Und die Note?
Das war eigentlich schon vor der Abgabe ein gutes Gefühl. So selbstsicher und stolz hatte ich keine Arbeit vorher eingereicht. Als ich dann meine korrigierte Hausarbeit beim Dozenten abholen dufte war ich dann wesentlich selbstsicherer. Es ging auch zuerst mit einem regen Austausch los. Das war mir eigentlich das wichtigste: Ich wollte mich in der Masse von Studenten abheben.

Kannst du Lektorate für Studenten empfehlen?
Das Lektorat hat mir einen Text verschafft, der meine Inhalte ideal kommunizieren konnte. Die folgenden Hausarbeiten habe ich dann immer lektorieren lassen. Was meinen Notenschnitt erheblich anhob. Das was aber am Ende das Beste für mich war ist, dass ich meiner Texte so sicher wurde, dass ich sie seit letztem Jahr jetzt auch online veröffentliche.

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