Stress in der Schwangerschaft - Tipps zum Stressabbau

Erstellt von Scribo vor 1 Jahr
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Neueste Studien im Bereich der Geburtshilfe und Kindesentwicklung  haben ergeben, dass starker Stress der Mutter in einem frühen Stadium der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit für eine Frühgeburt und/oder für Untergewicht bei dem Baby erhöht. Lesen Sie hier, wie Sie trotz Stress ein wenig entspannen können. 

Steht eine schwangere Frau unter Stress, kann das ihre Herzfrequenz beschleunigen, ihren Blutdruck erhöhen und ihren Gemütszustand negativ beeinflussen. Bei dem Baby verursacht der Stress einen erhöhten Cortisol- und Adrenalinspiegel und kann sich negativ auf Geburt und Entwicklung auswirken. 

Bei Müttern, die im ersten oder zweiten Drittel der Schwangerschaft sehr großen Belastungen ausgesetzt sind, kommt es doppelt so häufig zu Frühgeburten wie bei weniger gestressten Müttern. Ein niedriges Geburtsgewicht des Babys ist ca. dreimal wahrscheinlicher, wenn die Mutter im ersten Drittel der Schwangerschaft sehr gestresst ist.  

Später kann es bei dem Kind unter anderem zu Entwicklungsverzögerungen, dem Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) oder emotionalen Problemen kommen. 

Was können Sie als Schwangere also tun wenn Sie unter großer Belastung stehen? 

Hören Sie auf Ihren Körper! Ihr Körper macht zurzeit enorme Veränderungen durch und leistet Höchstarbeit. Er lässt Sie spüren, wenn er eine Pause braucht. Als Schwangere haben Sie das Recht und die Pflicht Ihrem Körper – und somit auch Ihrem Baby- das zu geben was er braucht.  

Suchen Sie sich jemanden in Ihrem Umfeld, den Sie mögen und der wirklich gut zuhören kann. Diese Person braucht nichts anderes zu tun als einfach zuzuhören. Kommentare von ihrer Seite sind gar nicht nötig. Denn oft hilft es uns schon sehr, unsere Probleme in Worte zu fassen und auszusprechen. Dadurch ergeben sich oft neue Gedankengänge und Lösungsmöglichkeiten an die wir noch gar nicht gedacht haben. 

Suchen Sie aktive Unterstützung! Wenden Sie sich an Ihren Partner, gute Freunde, Verwandte, Nachbarn, Kollegen etc. und bitten Sie sie um Hilfe! Die meisten Menschen helfen gerne, wenn sie sehen, dass jemand den sie mögen, Unterstützung braucht. Aber oft wissen sie nicht wie sie von Nutzen sein können. Erzählen Sie also, wie es Ihnen geht und was Sie brauchen. Seien Sie konkret, und sagen Sie der Person an die Sie sich wenden, wie gerade sie Ihnen Ihr Leben erleichtern könnte. 

Auch wenn es wegen der zugelegten Pfunde schwer fällt: bewegen Sie sich ausreichend! Täglich 30 Minuten (moderate!) Bewegung wird wesentlich zu Ihrer Entspannung beitragen. Spazierengehen, Schwimmern, Yoga… alles was Ihnen Spaß macht und kein Verletzungsrisiko für Sie oder Ihr Baby birgt. 

Seien Sie dankbar! Jeden Tag! In jedem Leben gibt es schöne Aspekte – auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Und in jedem Leben gibt es schöne Momente – auch wenn sie nur kurz andauern. Wenn Sie gerade schwere Zeiten durchmachen, ist das vielleicht nicht so einfach. Suchen Sie trotzdem jeden Tag vor dem Zubettgehen 5 schöne Erlebnisse oder Momente an diesem Tag und schreiben Sie sie auf. 

Beginnen Sie Tagebuch zu führen. Nur für Sie selbst. Schreiben Sie alles auf was Ihnen in den Sinn kommt. Das Schreiben wir Ihrer Seele gut tun. 

Nehmen Sie sich eine kurze Auszeit. Machen Sie es sich gemütlich, hören Sie entspannende Musik und lassen Sie sich ganz auf Ihr Kind ein. Sprechen Sie mit Ihrem ungeborenen Kind über alles Schöne in Ihrem Leben. Lassen Sie Ihr Kind wissen, wie sehr Sie sich auf es freuen. Erzählen Sie ihm von Ihren Träumen und Plänen für die Zukunft. Sagen Sie ihm wie schön die Welt ist – selbst wenn Sie im Moment selbst nicht so ganz davon überzeugt sind. 

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