Selber verfasste Geschichte - fiktiver Text

Erstellt von Nina Kelli vor 1 Jahr
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Es war ein trüber Februarsonntag in der Pappelallee. Grauer Nebel lag wie ein schwerer Vorhang über der Stadt und eine Stille machte sich breit, die so still war, dass man zusammenzucken würde, wenn eine Stecknadel auf den Weg fiele. Nina guckte raus und fragte sich, wohin die weißen Wolken, die grünen Wiesen und die Sommerwärme wohl umziehen, wenn es hier nass und kühl ist. Sie fand keine Antwort auf diese Frage, aber sie wusste, dass sie nach und nach im Lauf der Zeit wieder zurückkommen würden. Und das tröstete sie über das Winterdunkel hinweg. 

 Nein, Nina war nicht sonderbar, auch wenn einige das vielleicht so sahen. Sie lebte nun mal in ihrer eigenen kleinen Welt, die sie in sich verborgen hielt. Ninas Welt eben. Dort war der Plüschwal, der in ihrem Zimmer saß, ihr bester Freund. Dort gab es nur Röcke und Blusen oder Kleider, Hosen jedoch kannte man in dieser Welt nicht. Und ein Wochenende war erst dann ein richtiges Wochenende, wenn es samstags und sonntags Eclairs zum Kaffeetrinken gab. Überhaupt hatte sie französische Patisserie sehr gerne, zum Glück gab es in der Nähe nur ein paar Straßen weiter eine Bäckerei, wo die Verkäuferinnen die köstlichsten Törtchen, Macarons, Feingebäck und eben auch Eclairs verkauften und Nina vermutlich als ihre treueste Kundin ansahen. Sie hatten sie aber auch gerne, jeder hatte Nina gerne. Obwohl oder vielleicht gerade weil sie so war, wie sie nun mal war.

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