Lektorat Dissertation

Bevor die Dissertation nach jahrelanger Arbeit endlich in den Druck gehen kann, sollte sie einem Lektorat unterzogen werden. Erfahrene Lektoren verpassen der Dissertation mit distanziertem Blick stilistisch den letzten Schliff.

Lektorat Dissertation
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Was ist eine Dissertation?

Eine Dissertation ist eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit, mit der ein Doktorgrad an einer wissenschaftlichen Hochschule erlangt wird. Die Verleihung des Titels ist die Promotion, der gesamte Prozess wird Promotionsphase genannt. Um erfolgreich zu promovieren, muss diese Dissertation zusätzlich entweder in einer Disputation mündlich verteidigt werden oder eine mündliche Prüfung (Rigorosum) abgelegt werden. Synonyme für Dissertation sind Doktorarbeit oder Promotionsschrift.

Das Wort "Dissertation" wurde im auslaufenden 16. Jahrhundert aus dem Lateinischen dissertatio für "Erörterung" entlehnt und meinte im Sprachgebrauch eine »wissenschaftliche Abhandlung«. Zunächst war die Dissertation als Bestandteil der Promotion eine Art Thesenpapier, mit der die mündliche Verteidigung begleitet wurde. Dieses Verhältnis von Dissertation und Disputation hat sich umgekehrt, sodass mittlerweile die Dissertation das Kernstück der Promotion darstellt. Die Länge von Dissertationen variiert stark. Medizinische Dissertationen können im zweistelligen Seitenbereich liegen, in den Geisteswissenschaften können es auch 400 Seiten werden. In der Regel entscheiden sich Studierende für ihre Dissertation im Anschluss an ihre Masterarbeit. Einige Universtitäten bieten Programme an, mit denen nach einer Bachelorarbeit, die Masterarbeit und die Promotion verschränkt erarbeitet werden können. Dies bietet sich für alle an, denen wissenschaftliches Schreiben und Forschen liegt und die eine schnelle Karriere anstreben. Mit einer Promotion erhöhen Absolventen ihre Chance auf gut bezahlte Stellen auf dem Arbeitsmarkt.

Es gibt verschiedene Arten zu promovieren. Doktoranden können extern promovieren, auch Individualpromotion genannt, intern oder strukturiert. Bei einer Individualpromotion sind Doktoranden nicht als Mitarbeiter am Institut angestellt, an dem sie promovieren. Damit geht einher, dass sie auch nicht in den Lehrbetrieb des Lehrstuhls eingebunden sind. Bei der internen Promotion arbeiten Doktoranden als wissenschaftliche Mitarbeiter an einem Lehrstuhl. Zusätzlich zur eigenen Lehrtätigkeit und einem meist intensiveren Betreuungsverhältnis können Doktoranden an Seminaren teilnehmen.

Darüber hinaus gibt es Studien- und Forschungsprogramme wie Promotionsstudiengänge und Graduiertenkollegs, mit denen Doktoranden strukturiert promovieren. In diesen neueren Studiengängen erhalten Doktoranden ein Stipendium und Begleitprogramm wie beispielsweise thematisch passende Forschungskolloquien, Workshops und Sommerschulen. Auch der Austausch mit anderen Studierenden ist dort gegeben.

Eine Besonderheit ist die kumulative Dissertation, auch Sammeldisseration oder publikationsbasierte Dissertation genannt. Anstelle einer Monografie besteht die Dissertation dabei aus mehreren, in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichten, Artikeln. Dies ist jedoch nicht in allen Fachbereichen möglich.

Voraussetzungen für eine Dissertation

Angehende Doktoranden benötigen eine Institution mit Promotionsrecht. Dazu zählen Universitäten und ihnen gleichgestellte Hochschulen wie Pädagogische Hochschulen, Technische Universitäten mit Hochschulstatus, Medizinische Hochschulen, die Bucerius-Law-School und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer. Ein eingeschränktes Promotionsrecht besitzen Kunst- und Musikhochschulen, Theologische Hochschulen sowie Wirtschafts- und Handelshochschulen. Fachhochschulen hatten bis vor Kurzem kein Promotionsrecht.

Das Promotionsrecht war bis vor Kurzem den Universitäten und der Grundlagenforschung vorbehalten. Hintergrund ist die Aufgabenteilung zwischen Universitäten, die Grundlagenforschung betreiben, und Fachhochulen, die für die Praxis ausbilden. Dies ändert sich gerade. Ein erster Schritt dazu ist durch den sogenannten Bologna-Prozess passiert. 1999 einigten sich die Kultusminister darauf, dass auch Masterabsolventen von Fachhochschulen promovieren können, unter der Bedingung, dass einer der beiden Hauptgutachter Universitätsprofessor ist. Revolutionär ist das Promotionsrecht für die Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Fulda. Damit hat 2016 zum ersten Mal eine deutsche Fachhochschule dieses Recht erhalten, das bis dahin ein Privileg von Universitäten war.

Voraussetzung, um eine Doktorarbeit zu schreiben, ist ein Examen, das durch ein Staatsexamen, Master- oder Diplomstudium erworben werden kann. Eine Ausnahme davon sind Fast-Track-Modelle, mit denen Bachelorabsolventen direkt ihre Dissertation schreiben können. Dabei werden sie meist parallel ihren Master machen.

Während Absolventen sich in Bachelor- und Masterarbeiten hauptsächlich mit dem aktuellen Forschungsstand befassen, erweitern Doktoranden mit ihrer Forschungsarbeit das Wissen ihres Fachbereichs. Das spiegelt sich darin wider, dass die Dissertation veröffentlicht werden muss und somit zitierfähige Literatur wird. Unter anderem deswegen sollte die Doktorarbeit ein Lektorat durchlaufen haben.

Neben der Wahl eines Themas für die Dissertation müssen Doktoranden einen Betreuer finden, der sie während der Promotionsphase begleitet. Doktorvater bzw. Doktormutter haben idealerweise Ahnung von dem Thema, das sie betreuen. Der Ablauf der Promotion kann zwischen den einzelnen Fachrichtungen und Universitäten variieren.

Zur Finanzierung kommen verschiedene Möglichkeiten infrage. Zum Teil sind Doktoranden als wissenschaftliche Mitarbeiter oder Hilfskräfte an ihrem Institut angestellt. Auch Stipendien können den Lebensunterhalt beim Schreiben an der Dissertation sichern. Diese werden unter anderem von Begabtenförderungswerken vergeben. Diese Stipendien können auch für das Korrekturlesen lassen der Dissertation genutzt werden.

Generell ist für eine Promotion die Bereitschaft wichtig, sich über einen langen Zeitraum mit einem Thema wissenschaftlich auseinanderzusetzen. Auch sollten Studierende keine Scheu davor haben, sich über Kritik Tipps zur Verbesserung einzuholen. Dafür können sie ihren Forschungsstand präsentieren oder einzelne Textauszüge zum Korrekturlesen weitergeben.

Dissertation schreiben

Für ein großes Projekt wie die Dissertation ist ein Zeitplan erforderlich. Die Entwicklung des Themas vollzieht sich in mehreren Schritten. Zunächst wird ein Thema festgelegt und eine Forschungsfrage formuliert. Einer zentralen Forschungsfrage lassen sich meist weitere Fragen unterordnen. Mit der Wahl der Forschungsfrage zeigen Promotionsstudierende, dass sie in der Lage sind, innerhalb ihres Bereiches relevante Fragen zu stellen.

In einem Exposé werden auf fünf bis zwanzig Seiten zusammengefasst: der Forschungsstand, das Ziel der eigenen Arbeit, Methoden, mit denen die Forschungsfragen beantwortet werden sollen. Zum Teil können Exposés auch Zeit-, Arbeits- und Finanzierungspläne enthalten. Das Exposé wird dazu genutzt, um sich für die Promotion anzumelden oder sich auf Stipendien zu bewerben.

Eine Dissertation unterscheidet sich in ihrem Aufbau kaum von vorangegangenen Examina. Auf das Inhaltsverzeichnis folgen die Einleitung, die eigentliche Arbeit unterteilt in Kapitel sowie der Appendix mit Abbildungs-, Abkürzungs-, Literatur-, Quellen- und, wenn nötig, Tabellenverzeichnis. Doktoranden, die ihre Dissertation in einer im Vergleich zur vorangegangen Examensarbeit angrenzenden Fachrichtung schreiben, müssen sich mit den gängigen Zitierregeln vertraut machen.

Lektorat einer Dissertation

Auch beim wissenschaftlichen Schreiben ist es sinnvoll, mit Rohfassungen zu beginnen, die nach und nach überarbeitet werden. Da sich die Arbeit an der Dissertation über mehrere Jahre erstreckt, ist neben einem Korrektorat ein Lektorat des Textes zu empfehlen. Während ein Korrektor sich auf Verbesserung von Orthografie, Grammatik und Interpunktion konzentriert, geht die Arbeit beim Lektorieren darüber hinaus. Sie überprüfen die Dissertation stilistisch, auf den roten Faden hin und sowie auf die Argumentation.

Bei der Wahl eines Lektoren sollten Doktoranden sich an jemanden wenden, der mit wissenschaftlichen Arbeiten Erfahrung hat. Dadurch wird gewährleistet, dass der Schreibstil einheitlich sowie durchgängig auf wissenschaftlichem Niveau ist. Auch auf Formalia wie beispielsweise das korrekte Zitieren mit Fußnoten können übernommen werden.

Es ist darauf zu achten, dass beim Lektorat einer Dissertation über stilistische und formale Änderungsvorschläge hinaus keine inhaltlichen Ergänzungen vorgenommen werden. Lektoren können auf inhaltliche Widersprüche hinweisen, diese Leerstellen jedoch nicht für ihre Auftraggeber verfassen. Damit wäre der Lektor eventuell Co-Autor und die Eigenständigkeit der Dissertation nicht mehr gewährleistet. Für die Überarbeitung durch Korrekturleser oder Lektoren ist genügend Zeit einzuplanen. Dann können Änderungsvorschläge in Ruhe geprüft und gegebenenfalls angenommen werden.

Lektorat Dissertation auf Lass-andere-schreiben.de

Eine Dissertation ist ein großes Schreibprojekt, für das viel Material organisiert und geordnet werden muss. Um eine argumentativ saubere Arbeit abgeben zu können, ist ein abschließendes fachliches Korrektorat oder Lektorat zu empfehlen. Doktoranden können Experten dafür auf dem Portal Lass-andere-schreiben.de finden. Doktoranden können als Auftraggeber kostenlos ein Inserat erstellen und sich unverbindlich Angebote von Lektoren einholen.

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