Klausuren, Zahnarzt und Geschenke haben tatsächlich etwas gemeinsam: Nur zu gerne wird das Lernen aufgeschoben, das Terminmachen auf den nächsten Tag verlegt und die Weihnachtsgeschenke erst am 24. gekauft. Gehörst du zu denjenigen, die alles erst auf dem letzten Drücker machen? Brauchst du den Druck und den Stress? Putzt du wirklich lieber das Bad, als für deine Klausur zu lernen? Wir haben fünf Tipps, mit denen du leidige Dinge angehst und sie nicht bis zur letzten Minute aufschiebst.

Das Unangenehmste zuerst

Hast du eine Aufgabe, die du ständig vor dir herschiebst, vor der es aber kein Entkommen gibt? Setze sie auf deinen Tagesplan ganz zuerst, denn wenn du als Erstes die unangenehmste Aufgabe erledigst, fühlst du dich erleichtert und frei für Neues. Wenn du sie immer weiter vor dir herschiebst, wird sie nicht verschwinden und das Herumspuken im Hinterkopf lenkt dich von anderen guten Dingen nur ab. Schließlich arbeitest du, um zu leben oder?

Erledige etwas sofort und vor Ablauf der Frist

Als Student hat man immer irgendwas auf der viel gerühmten To-do-Liste: Referate, Präsentationen, Hausarbeiten, Klausuren, Einweihungspartys oder Ämterbesuch. Versuche einmal, etwas vor Ablauf deiner gelegten Frist zu erledigen. Lerne für die Klausur schon drei Monate vorher, anstatt zwei, kopiere die Handouts zwei Tage vorher und nicht erst einen vorher. Fühlst du dich dabei gut? Dann merke dir das Gefühl! Hat dir das gar nichts gebracht? Dann brauchst du vielleicht den Stress und den Termindruck, um Leistung zu bringen.

Die einzig wahre To-do-Liste

Versuche eine Woche lang, eine To-do-Liste zu führen und einzuhalten. Sortiere deine Aufgaben nach Priorität und vor allem: Überfordere dich nicht! Wer an einem Tag wenige Aufgaben, aber dennoch alle schafft, fühlt sich besser als jemand, der viele, aber nicht alle geschafft hat. Nach der Woche hast du einen Überblick, wie viel du schaffen kannst, was du locker aus dem Handgelenk schüttelst und wofür du nächstes Mal mehr Zeit einplanen musst.

Zeit nehmen

Nimm die Zeit und nicht nimm dir Zeit. Messe, wie lange du für bestimmte Arbeiten brauchst, auf die du immer wieder triffst. Das kann die nervige Hausarbeit sein, weil deine Bude irgendwie immer unaufgeräumt ist. Wenn du dann einen Überblick hast, wofür du wie lange brauchst, kannst du besser planen und dein Wochenende auskosten, weil du die Zeitfresser schon in der Woche erledigt hast.

Belohnungen

Keine Arbeit ohne Lohn! Wenn du es geschafft hast, eine Stunde für die nächste Klausur zu lernen oder die Sekundärliteratur durchgearbeitet hast, nimm dir auch immer Zeit dich selbst zu belohnen. Mache eine Pause, check Facebook, mach das, was dir Spaß macht. Lade dir Freunde ein und kocht zusammen – vielleicht sogar eines unserer Rezepte für den kleinen Geldbeutel und dann kannst du motiviert weiterarbeiten.

Was du heute kannst besorgen, verschiebe ruhig auf morgen. Nicht alles muss sofort erledigt werden, denn manchmal kommt eine gute Party, eine spannende Veranstaltung oder das Leben einfach dazwischen. Als Student musst du diese Dinge gemacht haben, um dein Studium richtig auszukosten. Mit unseren Tipps kannst du dir ein wenig Freiraum schaffen und bist bei der nächsten Aufgabe weniger anfällig für den Drang, etwas ganz anderes zu machen und sich von der eigentlich wichtigen Arbeit abzulenken.