Mit Texten Geld verdienen

Für viele ist es ein lang gehegter Traum: das eigene Hobby Schreiben zum Beruf zu machen. Wer mit dem eigenen Hobby Geld verdienen will, stellt sich die Frage: Wie erreicht man das?

Mit Texten Geld verdienen
© olly
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In Anlehnung an das Zitat von Karl Valentin, dass Kunst schön ist, aber viel Arbeit macht, ließe sich der folgende Artikel so zusammenfassen: Guter Text funktioniert, macht aber viel Arbeit.

"Mit Schreiben Geld verdienen", "Das Hobby zum Beruf machen", "dem eintönigen Job entfliehen" – das ist eine Auswahl an Wünschen, die Texter an die wunderbare Tätigkeit des Schreibens und sich selbst herantragen. Der Bedarf an Onlinelektoren und Onlinetextern ist groß und so befeuern vielfach Webseiten unterschiedlicher Akteure den Mythos, man könne easy im Netz mit dem Schreiben reich werden. Ist dem tatsächlich so?

Was ist Text?

Zunächst die ernüchternde Antwort: Nein, schnell kann kein Autor mit Texten reich werden. Gute Texte sind Arbeit. Nur, weil die meisten Menschen wissen, wie geschrieben wird, heißt das nicht automatisch, dass es auch allen leicht fällt, einen Text zu schreiben, mit dem Geld verdient werden kann.

Eine einheitliche Definition ist schwierig. Das Wort hat umgangssprachliche Bedeutung und wissenschaftliche Bedeutung. Der Duden definiert Text als:

im Wortlaut festgelegte, inhaltlich zusammenhängende Folge von Aussagen

Das kann auch der Auszug aus einem Buch sein. Sprachwissenschaftlich existiert keine einheitliche konkrete Definition davon, was Text ist. Allgemein akzeptiert ist die Aussage, dass Texte komplexe Zeichen sind. "Text" meint eine sprachliche Äußerung kommunikativer Handlung. Es gibt textinterne Merkmale wie das Thema, Wortwahl und die Struktur des Textes. Externe Merkmalen, wie das Medium, in dem ein Text erscheint, die Kommunikationssituation, in der er verwendet wird oder die Funktion des Textes, bestimmen seine Gestaltung mit. Sprachwissenschaftlich kann der Begriff sehr weit gefasst sein und auch nonverbale Elemente miteinbeziehen. Es wird zudem zwischen Mikrotext und Makrotext unterschieden.

Mikrotexte sind in sich geschlossen Einheiten, verfasst von einem Autor, zu einem bestimmten Thema. Hingegen sind Makrotexte größere Einheiten. So ist ein einzelner Blogbeitrag auf einem Blog ein Mikrotext. Der gesamte Blog mit allen Elementen, die zueinander in Beziehung stehen, kann als Makrotext gesehen werden.

Was ein guter Text ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Der Autor Antoine de Saint-Exupéry sagt über vollkommenen Text:

Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Textsorten und Funktionen von Texten

Es gibt verschiedene Textsorten. Wer mit Texten Geld verdienen möchte, sollte sich mit verschiedenen Textsorten und ihren jeweiligen Funktionen vertraut machen. Je nach Funktion eines Textes lassen sich Rückschlüsse auf dessen Gestaltung ziehen. Autoren, die einen Lexikonartikel verfassen, schreiben sachlich und verknappend mit Literaturangaben. Texter, die einen Blogartikel für einen Reiseblog schreiben, nutzen einen persönlicheren Schreibstil. Unternehmer, denen das schwer fällt, können sich Blogartikel schreiben lassen.

Beim Schreiben von Texten orientieren sich Autoren daran, welche Funktion ihr Text erfüllen soll. So sind Produktbeschreibungen in erster Linie dazu da, durch Beschreibung zu informieren. In Kommentaren hingegen verbreiten Autoren ihre eigene Meinung zu Themen. Damit können sie polarisieren, unterhalten und andere dazu animieren, sich an einem Diskurs zu beteiligen. Erfolgreiche Werbetexte fordern dazu auf, sich bestimmte Produkte oder Dienstleistungen zu kaufen.

Mit der Textsorte und ihrer Funktion entscheidet sich auch, ob sie für den mündlichen Gebrauch geschrieben werden, wie beispielsweise eine Rede, oder ob sie gelesen werden. Außerdem können Texte fiktional, wie Lyrik oder Belletristik, oder faktual, wie akademische Fachartikel sein.

Geld verdienen mit Texten im Internet

Der Bedarf an Texten ist durch das Internet größer geworden. Firmen präsentieren sich online und wollen auf sich aufmerksam machen. Die Bandbreite an Gebrauchstexten im Internet ist enorm. Sie reicht von kurzen Kommentaren innerhalb von Bewertungsportalen und Produktbeschreibungen über SEO-Texte bis hin zur Erstellung von E-Books.

Im Onlinemarketing ist eine Tendenz hin zu kostenlosen, qualitativ hochwertigen, Inhalten für Interessierte zu beobachten, mit denen das Zielpublikum auf Unternehmen aufmerksam werden. Dadurch sind neue Marketinginstrument entstanden wie beispielsweise Texte für Newsletter, Blogartikel, Whitepaper sowie Fachartikel. Neben qualitativ hochwertigen Texten, die Kunden einen Mehrwert liefern, ist jedoch auch ein Gegentrend zu bemerken.

Es ist ein Markt für Texte entstanden, die hauptsächlich dafür geschrieben werden, um von Suchmaschinen ausgelesen zu werden, den sogenannten SEO-Texten. Ziel dieser Texte ist es weniger, Menschen einen Mehrwert zu bieten. Ziel ist eher, von Suchmaschinen registriert zu werden, um die Website in der Reihenfolge der angezeigten Ergebnisse auf die erste Seite zu bringen. Auch wenn nicht alle SEO-Texte unter Zeitdruck verfasst werden müssen, betrifft dies häufig SEO-Texte. Im Bereich einiger Textbörsen spiegelt sich diese Sorte von SEO-Texten darin, dass Autoren zum Teil unter einen Cent pro Wort erhalten.

Es lässt sich zusammenfassen, dass durch das Internet die Nachfrage nach Texten steigt, vor allem im Bereich von sogenanntem "unique content". Damit kann die Formulierung "unique content" als Quadratur des Textes gelesen werden: Onlinetexte sollen ansprechenden Inhalt liefern, der tatsächlich Menschen einen Nutzen bietet und nicht nur von Suchmaschinen ausgelesen wird. Gleichzeitig sind Autoren, die mit ihnen Geld verdienen wollen, jedoch häufig in Produktionsbedingungen eingebunden, die ihre Recherche meist auf Stippvisiten bei Suchmaschinen beschränken. Für die ansprechende Gestaltung des Textes, einen stilistischen Feinschliff, bleibt häufig keine Zeit.

Ob Schreiber mit ihren Texten langfristig Geld verdienen, von dem sie leben können, hängt davon ab, für welche Auftraggeber sie schreiben. Die untere Grenze findet sich auf diversen Textbörsen, die zum Teil weniger als einen Cent pro Wort zahlen. Um mit dem Erstellen von Texten langfristig Geld verdienen zu können, sollten Texter versuchen, an Auftraggeber zu gelangen, die nach Stunden oder Seiten bezahlen. Wer kaum Erfahrung mit größeren Schreibaufträgen hat, für den können über Textbörsen oder Schreibbüros vermittelte Aufträge ein erster Test sein. Allerdings sollten Autoren darauf achten, nicht in die Akkordschreibfalle zu tappen.

Autoren, die nicht nur einen Nebenjob von Zuhause aus suchen sondern hauptberuflich schreiben, berücksichtigen mehrere Faktoren in ihrer Preisgestaltung. Sie kalkulieren alle relevanten Abgaben wie Einkommenssteuer, Krankenversicherung und die Abnutzung von Arbeitsmitteln in ihre Gebote mit ein. Auch die Zeit für Akquise und Marketing sollte mit eingeplant werden und sich im Stundenlohn niederschlagen.

Autoren, die hauptberuflich mit Texten Geld verdienen, wissen auch, dass sie als Freiberufler oder, seltener, als Gewerbetreibende steuerpflichtig sind. In der Regel melden sich Autoren beim Finanzamt als Freiberufler an. Bis zu einer bestimmten Einnahmenhöhe sind Autoren davon befreit, in ihren Rechnungen eine Umsatzsteuer auszuweisen und von ihren Auftraggebern einzufordern. Bis zu welcher Höhe und unter welchen Umständen die Arbeit mit Texten als Gewerbe zählt, kann mit einem Steuerberater geklärt werden.

Bereiche der Arbeit mit Texten: Schreiben, Lektorieren, Korrigieren

Wer mit Texten Geld verdienen möchte, sollte außerdem beachten, dass zum Schreiben der Texte weitere Arbeit hinzukommt. Der Auftragsablauf selbst ist grob zu unterteilen in die Auftragsabsprache, das Schreiben des Textes selbst und die Korrektur.

Auch wenn viele Textportale eine große Hilfe dabei sind, an Aufträge heranzukommen, ersetzen sie nicht die Kommunikation mit dem Auftraggeber. Bevor Schreibende einen Auftrag annehmen, klären sie mit ihrem Auftraggeber genau ab, was der Textauftrag beinhaltet, welche Deadlines es gibt, ob sie mit Anzahlungen arbeiten und ob ihr Angebot eine Korrekturschleife enthält.

Für das Schreiben sollte auch genau geklärt werden, wie groß der Umfang ist und ob es weitere formale Vorgaben gibt. Wichtig ist auch zu klären, ob bereits eine Basis für den Text, wie beispielsweise Literatur oder eine Grobstruktur, vorhanden ist oder zusätzlich recherchiert werden soll.

Beide Parteien müssen sich auch darüber einig sein, welche Textsorte verfasst werden soll. Autoren kennen die verschiedenen Sorten. Sie wissen, dass sie anders schreiben und strukturieren, abhängig davon, ob sie einen SEO-Text verfassen, einen Sachtext für eine Fachpublikation oder eine Rede schreiben. Texter wissen, wie ein funktionierender SEO-Text aufgebaut ist und welche Merkmale ein Fachtext erfüllen muss. Dazwischen liegen Welten, etwa in Bezug auf die Textlänge, die Stilistik, den Rechercheaufwand und die Zielgruppe und damit in Bezug auf den eigenen Schreibaufwand.

Im Bereich der Textüberprüfung sollten zum Beispiel die Begriffe Lektorat und Korrektorat genau aufgeschlüsselt werden. Beim Korrektorat überprüfen Autoren den Text auf Orthografie, Interpunktion, Grammatik und zum Teil das Layout. Beim Lektorat feilen Autoren zusätzlich an der besseren Verständlichkeit des Textes. Dazu gehören Fragen der Wortwahl, der Stilistik, des Leseflusses, der Struktur, etc.

Mit Texten Geld verdienen auf Lass-andere-schreiben.de

Für die Textakquise können Autoren Onlineportale nutzen wie Lass-andere-schreiben.de. Auf Lass-andere-schreiben.de finden Texter Aufträge unterschiedlicher Gattungen: Auftraggeber suchen Autoren, die ihnen hochwertige SEO-Texte, E-Books, Biografien, Reden und vieles mehr erstellen. Dabei variieren die gewünschten Aufträge zwischen Recherche, Lektorat und Texterstellung. Texter, die als Experten auf dem Portal zu finden sind, durchlaufen einen Verifizierungsprozess. Für Auftraggeber ist das Inserieren kostenlos und sie können sich unverbindlich Gebote einholen.

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